Festivaltagebuch/Nordschleifenreport
Zum 25-jährigen Jubiläum von Rock am Ring gab es einen vierten Festivaltag extra und bombastisches Wetter obendrauf. Das STADTBLATT war vor Ort und hat die musikalischen Acts ausgecheckt.
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Donnerstag, 03.06.
Als Opener dürfen die H-Blockx ran und legen die Stimmungs-Messlatte ziemlich hoch. Die Münsteraner zeigen, dass sie alleine locker rund 80.000 Menschen rocken können – war ja noch keine der zwei anderen Bühnen parallel zur Centerstage geöffnet. Frontmann Henning zeigt stimmliche und sportliche Höchstleistungen – ziemlich große Bühne, die es da zu überqueren gilt. Stimmungshöhepunkt: „Countdown To Insanity“. Fazit: Perfekter Auftakt für eine geile Draußen-Zeit.

 

Was soll man zu Kiss noch sagen: eine musikalische Legende, längste Zunge der Welt usw... Was für den jungen Zuschauer echt schade ist: Kiss spielen live ziemlich konstruiert und nicht wirklich frei von der Leber weg. Nehmen wir zum Vergleich die ebenfalls alterstechnisch fortgeschrittene Band AC/DC. Deren Konzert vor einigen Tagen in Hannover war wesentlich dynamischer. Kurzum: Konnte man sich wohl anschauen, aber richtig ausflippen ist woanders angesagt. Vielleicht hätten einem die Glamrocker vor 20 Jahren besser den Rockmarsch geblasen.

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