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Sonntag, 6.6.
An Rammstein scheiden sich ja die Geister. Zugegeben, die Jungs sind keine guten Musiker. Es gibt keine ausgetüftelten Gitarrensolis oder ähnliches. Aber sie verstehen es, eine atemberaubende Show abzuliefern – mit Flammenwerfern, Feuerwerk und Crowdsurfing im Gummiboot. Da lohnt es sich, sich in die ersten Reihen zu kämpfen, um die beste Sicht zu ergattern. Auch wenn die allzu düstere Optik von Sänger Till Lindemann und der schräge Christian Lorenz auf dem Keyboard-Laufband einen mehr zum Schmunzeln als zum Gruseln bringen. Bitte nicht alles zu ernst nehmen.
Für mich haben Them Crooked Vultures nicht nur den letzten, sondern auch den musikalisch besten Auftritt des Festivals hingelegt! Dave Grohl (Foo Fighters) sitzt genau dort, wo er hingehört – am Schlagzeug – und trommelt leidenschaftlicher, als alles bisher Gesehene. Sänger und Gitarrist Josh Homme und Alain Johannes (kennt man beide von Queens Of The Stone Age) sowie Led Zeppelin-Bassist John Paul Jones ergänzen das Live-Quartett. Man hat das Gefühl, bei einer geheimen Jam-Session anwesend zu sein. So muss es aussehen, wenn berühmte Jungs sich in einem ausgebauten Keller mehr auf die Musik als auf das Publikum konzentrieren. Einmalig, bezaubernd, ehrlich. Nochmal ein echtes Kontrastprogramm zum vorherigen Rammstein-Auftritt.
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